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am besten wär´s, du gehst

"geh´, bis ich wieder normal bin. bis mit mir wieder gutkirschenessen ist. bis es mit mir wieder auszuhalten ist." wie häufig ich das in letzter zeit denke: "geh´!" oder nein, besser: "ich geh´. denn du hast ja nichts falsch gemacht." ich halt´s kaum aus. halte mich nicht aus. wie soll es da wer anders tun? das kann doch wohl niemand verlangen. 

natürlich könnte ich jetzt über einen "kennen wir das nicht alle?"-zug von mir ablenken und hoffen, dass sich am ende keiner mehr an den anfang und die ahnung erinnert, dass es sich bei diesem ICH tatsächlich um MICH handeln könnte. natürlich könnte ich das und vermutlich wäre es klug - klüger. aber ich bin ja nicht klug - und damit ham wa den salat. 

ich würde gern so vieles tun. und es gibt ja auch soviel zu tun. ich würde gern schreiben und damit gern mehr verdienen als die 4,95€, die mir der GRIN-verlag alle drei monate überweist. 

jetzt mal ehrlich: ist das leben leicht oder schwer? ich glaube ja allen, die mir vorbeten, das leben sei leicht. ich müsste nur an das gute glauben und daran, dass ich das schaffe, was ich mir vornehme, aber dann überkommt´s mich doch und häng´ drin - im loch. und wenn es doch so leicht alles ist, dann bin ich ja offenbar zu dumm um wenigstens dieses leichte bewerkstelligt zu bekommen. ... warum fühlt sich leichtes schwer an? 

mir ist leicht ums herz. auch wenn sich das ganze nicht so liest. ich will meinen teppich knüpfen! aus all den losen fäden, die in meinem leben baumeln, meinen teppich weben. es ist leicht und wenn es sich nicht so anfühlt. und wenn ich mich hinsetze, habe ich bereits begonnen zu glauben, dass es möglich ist! 

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