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Am Ende will ich geschrieben haben

Nun arbeite ich auf einer halben Stelle. Sie füllt mich aus und fordert mich überaus positiv. Das macht großen Spaß. Aber ich weiß, dass da diese andere Seite in mir ist, die auch gelebt werden will: Am Ende meines Lebens möchte ich geschrieben haben - Lebensgeschichten einfacher Menschen. Auch von Flüchtlingen, die sonst vielleicht nie eine Chance gehabt hätten, ihre Geschichte zu erzählen und öffentlich zu machen. 
Blöderweise bin ich jetzt manchmal schon so müde, dass da nicht viel Kraft bleibt. Neben Hund und Haushalt, Ausbildung und Freunden. 
Aber ich muss das hinkriegen. Ich weiß, dass ich sonst alt werde mit dem Gefühl, einem wichtigen Teil meinerselbst keinen Raum gewährt zu haben.

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Zuviel ist zuviel

Ich bin krank. Aber nicht immer merke ich das selbst. Man geht rein ins Krankenhaus und kommt wieder raus und was einen krank macht, sind die Warterei und die Unsicherheit sowie das Cortison bzw. die Tatsache, dass der Körper nun schreit: "Aahh, jetzt soll ich DAS wieder selbst produzieren?!?" Doch nun tut die körpereigene Hormonproduktionsstelle wieder ordnungsgemäß ihren Dienst, ich realisiere: das Warten und die Unsicherheit haben ein Ende - und ich ertappe mich am Abend eines guten Tages bei der Hoffnung, diese Krankheit möge mich doch einfach vergessen. Die Hand kribbelt. Das ist ihr einziger Statthalter, der hier gerade die Stellung hält, so lange die anderen Symptome mal ein bisschen Urlaub machen. Ich habe mir Urlaub verordnet - vorgezogene Semsterferien. Und ich komme mir faul dabei vor und unehrlich. Und ich werde streng mit mir und mit anderen: "Ich bin ja gar nicht so krank, dass ich nicht zum Hebräischkurs könnte!" "Pack mich nicht in Watte!...

Was bringt es mir krank zu sein?

  Wenn ich nicht mehr kann – ganz gleich was – oder auch nicht mehr will, ist „Tut mir Leid, ich bin krank!“ (gefühlt) die bessere Alternative zu „Tut mir Leid, ich mag (dich) nicht mehr (mehr)!“ Das bedeutet, wenn ich lerne „Tut mir Leid, ich mag nicht (mehr)!“ ohne schlechtes Gewissen zu sagen, muss mein Körper nicht mehr krank sein!

Liedpredigt zu "Nichts ohne Grund" von Gregor Meyle im impuls:-Gottesdienst 03.09.2016

Die Gnade unseres Gottes ist mit euch allen!   „ Wir haben 100 Leute gefragt..., welche Frage stellt sich wohl jeder Mensch (egal, wo er herkommt, egal welchen Bildungsstand er hat und egal wie arm oder reich er ist), mindestens 1x in seinem Leben?“ Was glaubt Ihr, käme bei so einer Umfrage auf die ersten 5 Plätze? Ihr habt nun 3min Zeit, 5 Fragen aufzuschreiben, von denen Ihr glaubt, dass sie bei so einer Umfrage ganz weit vorne landen würden. (Ich lese meine Fragen vor. Alle die etwas haben, das in diese Richtung geht, heben die Hand.) Warum passiert (mir) das (immer)? Hat das einen Sinn? Wer verdient es, glücklich zu sein? Wie lebe ich richtig? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Singer-Songwriter sind ja weniger für ihre schmissigen und mitreißenden, weil so flachen Texte bekannt. Und Gregor Meyle scheint da ein guter Vertreter seiner Zunft zu sein. Er hat sich nämlich ausgerechnet eine dieser großen Lebensfragen geschnappt und sich mit diesem Lied an ...