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Don´t build your house on a sandy land

Wir wollen ja gar nicht bauen, aber wir sehnen uns danach Wurzeln zu schlagen. Ich sehne mich danach, Nachbarschaft und Gemeinschaft zu leben. Traditionen zu entwickeln und eines Tages sagen zu können: "Mit denen haben wir das schon vor 20 Jahren gemacht!" Darum schaue ich in letzter Zeit wohl immer häufiger nach Häusern. Aber gegen die vielen anderen, die sich bei dem günstigen Zinsniveau gerade genau das Gleiche denken, ist das in Hamburg für Menschen unseres Budgets fast ein Ding der Unmöglichkeit. Darum bleiben wir hier - in unserem Haus zur Miete - und konnten uns das eine niedliche Haus in unserer Nachbarschaft nicht einmal ansehen, da wir kein Angebot ÜBER dem verlangten Preis machen konnten wie andere. Aber wer weiß, wozu es gut war. Es wäre kein Leben in Gemeinschaft, wie wir uns das eigentlich so sehr wünschen. Es wäre kein Schritt näher an die potenziellen Großeltern unserer potenziellen Kinder heran. Darum ... Gut so. Aber dennoch. Wurzeln, die es noch nicht gibt, sucht man ja eigentlich nicht, sondern gräbt sie dort ins Erdreich, wo man eben ist. Das will ich, aber dennoch fällt es schwer. In meiner Kirchengemeinde hier auf der Insel bin ich nie so richtig angekommen. Mein Fehler? Vielleicht kein Fehler, aber ganz sicher meine Entscheidung, dass diese Gemeinde so keinen Zu-Hause-Charakter haben kann und wird. 
Das Brüderfeierabendhaus in Bethel wird abgerissen. Wir waren beim Abschiedsfest dort. Dort waren viele, die mit diesem alten Haus genau das verbinden, wonach ich mich gerade sehne. Es soll wieder aufgebaut werden - als Mehrgenerationenhaus, das es ja immer schon war. Die Sehnsucht nach Bielefeld und diesem Haus ist groß, aber nur ich wäre bereit, dafür auf das Meer und Elbe/Weser zu verzichten.

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Predigt für Luke-Enno Keitz` Taufgottesdienst „ Barmherzig“ sollen wir sein! Na, klar! Kein Problem! Aber --- wie geht das eigentlich??? Das hat was mit Herz zu tun: Sollen wir immer einen roten Stift dabeihaben und überall Herzen draufmalen? Hm... Ich bin nicht überzeugt. Was heißt denn dieses „barm-“ davor? Früher konnten sich zwei Bettler treffen und sich gegenseitig fragen: „Na, heute schon gebarmt?“ Barmen hieß „Betteln“ bzw. „Jammern“. Wenn jemand also „barm-herzig“ ist, hat er ein jammerndes Herz. Ein Herz, dass bittet und bettelt. Wann habt Ihr das letzte Mal bei den Abendnachrichten geweint? - Na, ist schon etwas her? Gründe genug gäbe es ja... Wenn ich ehrlich bin, schalte ich in letzter Zeit nach einem anstrengenden Tag eher weiter, weil ich es manchmal nicht aushalte, weil ich sonst anfangen müsste zu weinen. Barmherzig sein heißt aber genau das: Unser Herz weich machen für andere Menschen. Stellt Euch vor: Der Normalzustand unser aller Herzen ist dieser >>...