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Es werden Posts vom 2014 angezeigt.

Von Liebe und IKEA-Lieferungen

Ich habe am 14.06.2014 als mitwirkende Prädikantin meine Mutter und ihren Liebsten in der Simeonkirche in Löhne-Gohfeld trauen dürfen. :) Was für ein Privileg! Was für ein herrlicher Tag! Ich bin dafür so dankbar.  Predigt zur Trauung von Marita und Hubert Liebe Marita, lieber Hubert! Ich weiß, Ihr habt Euch schwergetan mit der Suche nach Eurem Trauspruch – oder nein, eher: Er stand einfach nicht besonders weit oben auf Eurer Wasnochallesbiszumvierzehntensechstenerledigtseinmuss-Liste. Aber mal ehrlich: Musste es denn nun dieser Spruch sein??? Zu einer Hochzeit will man doch was von Liebe hören! Und von Liebe ist hier ja mal nicht die Spur. Zumindest auf den ersten Blick. (Alles mit einem zwinkernden Auge!) „ Nehmt einander an, wie Christus uns angenommen hat zu Gottes Lob.“ Röm15,7 Ich bin mal einfach davon ausgegangen, dass Ihr nicht Bibelroulette gespielt habt, sondern Euch für Euren Vers wohlüberlegt entschieden habt. Also, ich gebe ihm eine Chance und...

"Du gehst jetzt sofort wieder raus und entschuldigst dich!"

In meinen 32 Jahren auf dieser Erde habe ich, soweit ich mich erinnern kann, keine fünf Backpfeifen verteilt. --- Meinen Bruder einmal ausgenommen. Ich befürchte, er hatte unter der zwei Jahre jüngeren Schwester doch mehr zu leiden, als mein Gehirn mir vorgaukeln will... :/ Aber die schallendste Ohrfeige von mir erhielt ein Nachbarsjunge in Miesbach am Tegernsee im Sommerurlaub. Ich habe seinen Namen vergessen. Vielleicht war es Peter. Peter war befreundet mit der Tochter des Hauses, in dem unsere Ferienwohnung lag. Mein Bruder war froh, dass auch ein Junge in seinem Alter zum Spielen da war und so verbrachten wir die meiste Zeit mit diesen Kindern. Leider konnte ich Peter nicht ausstehen. Peter war ein Klugscheißer und ein Macho. In seinen Augen konnten Mädchen sowieso nichts und kleine Mädchen, wie ich eines war, schon mal erst Recht nicht. Und irgendwann, als mir seine Sprücheklopperei die Hutschnur platzen ließ, stellte ich mich vor ihn hin und knallte ihm mit lautem Kl...

I don´t believe IN Jesus

Andacht für den Konvent am 07.05.2014 im Thomaszentrum Joh17,20-26                 Jesu hohepriesterliches Gebet 20  Ich bitte aber nicht nur für sie, sondern für alle, die durch ihre Worte von mir hören werden und an mich glauben. 21  Sie alle sollen eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist. So wie du in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns fest miteinander verbunden sein. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast. 22  Deshalb habe ich ihnen auch die Herrlichkeit gegeben, die du mir anvertraut hast, damit sie die gleiche enge Gemeinschaft haben wie wir. 23  Ich bleibe in ihnen, und du bleibst in mir. Genau so sollen auch sie ganz eins sein. Und die Welt wird erkennen, dass du mich gesandt hast und dass du meine Jünger liebst, wie du mich liebst. 24  Vater, ich möchte, dass alle, ...

Ein Appell in Sachen Fußgesundheit

[slamstyle] Dass ausgerechnet ICH etwas in Sachen "Füße" von mir zu geben wage, ist nicht nur überraschend, sondern eigentlich unmöglich! Und das liegt an meinem Verhältnis zum Thema. Menschen, die mich kennen - und ich meine: wirklich kennen (!), denn damit ich mich in Gegenwart anderer mit Füßen befasse - sei es nun verbal oder gar haptisch - dafür, ja dafür muss man mich schon sehr gut kennen - nur Menschen also, die mich wirklich kennen, wissen, dass dieses Thema für mich nicht irgendwie irgendeine Untiefe darstellt, die es eloquent zu umschiffen gilt, und auch nicht so eine "Hoppala! Verfahren!"-Geschichte ist, sondern ... SONDERN es ist DER Riss im Raumanzug, das Bermudadreieck, der Hamburger Berg, wo es keine Hoffnung auf Entrinnen und keine Wiederkehr gibt. Und trotzdem: Es ist mir ein Anliegen. Eine missionarische Aufgabe! "LEUTE, GEBT ACHT AUF EURE FÜSSE!" Und das gleich in zweierlei Hinsicht und BEIDES ist existenziell wichtig für Euc...

"Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder..." (Mt18,3) Oder: Tick-tack-tick-tack

Kinder leben im Hier und Jetzt.  Kinder lassen los, lassen stehen und liegen, wenn sie etwas anderes interessiert.  Kinder versuchen nur über das Eine, was jetzt ist, Kontrolle zu haben. Alles andere liegt außerhalb ihres Radius.  „Kindermund tut Wahrheit kund.“ Und überhaupt: „Des was das Herz voll ist, des geht der Mund über.“  Bei uns Großen ist das nicht (mehr) so.  Wir lachen, wenn das kleine Menschlein  wagt, etwas von sich sich zu geben,  was uns niemals über die Lippen kommen dürfte.  Ich beiße mir auf die Zunge. Ich denke nach.  Zuviel.  Kinderkriegen ist Thema. Ja, die Uhr tickt. Und es ist mir nicht nur nicht peinlich, das so zu sagen. Ich frage mich sogar, warum uns Frauen das überhaupt peinlich berührt, wenn uns die tickende Uhr vorgehalten wird. Beziehungsweise: Warum verspotten wir uns eigentlich gern gegenseitig damit? Das ist doch etwas Wunderschönes, sich Kinder zu wünschen und gerne auch nich...

Remake in Originalbesetzung

Ist es garstig zu denken, die Krankheit eines anderen nutze mir? Es kommt mir unmoralisch vor, weil ich nach dem Nutzwert von so etwas Schrecklichem spreche, das Krebs sein könnte.  "Ich erhob meine Stimme zum HERRN und sprach: HERR, erhöre mein Flehen und mach meinen Vater wieder gesund! Da geschah das Wort des HERRN zu mir und er sprach: Siehe, jetzt wirst Du heil sein! Denn durch die Krankheit Deines Vaters wird meine Herrlichkeit an Dir offenbar!"   (frei nach Janina :D) Ich liege im Bett und bin kaputt wie nach einer Woche Ferienfreizeit mit dreißig Kindern und Jugendlichen. Aber es war nur ein einziger Tag - ganz ohne Ferienfreizeit und ohne Kinder. Noch dazu ein sonniger Sonntag:  Ich hatte mich entschieden zu Hause zu bleiben und nicht mit in die Kirche zu gehen. Ich wollte endlich mal wieder hier alles in Ordnung bringen: aufräumen, Staub wischen, saugen, wischen. Das klingt kaum nach Erholung, aber war genau das, was ich mir heute am meisten wünsch...