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Es werden Posts vom 2012 angezeigt.

Projekt FAMILIE

Ich habe einen Plan: „Projekt FAMILIE“! - Nein, ich bin nicht schwanger und habe auch nicht vor, es in absehbarer Zeit zu werden! :D Es ist (m)ein Lebensplan mit dem Untertitel: „Ich beweise allen, dass es geht!“ - Angefangen bei mir selbst. Es ist ein Glaube, der Bestätigung sucht. Wenn es sich dabei, um eine Dimension meines religiösen Glaubens handelte, hätte ich schon längst angefangen, (mir selbst) etwas davon zu erzählen, dass Glaube ein Sich-Fallen-Lassen in die mensch-seins-bedingte Unsicherheit und eben KEIN (Fast-)Wissen durch Beweisen ist. Aber hier geht es (zumindest auf den ersten Blick) nicht um Gott, Christus und das Leben nach dem Tod. Es ist mein Glaube daran, dass Menschen füreinander da sein können. Bedingungslos. Durch Hoch und Tief. Ich glaube an diese Liebesbasis (ein Sprungtuch, über das hinaus ich nicht fallen kann) und will mir selbst beweisen, dass es sie gibt. Chorlotte Roche hat in einem Interview zu ihrem zweiten (natürlich nicht autobiografischen:...

Autoimmun

Da feiert etwas Party in mir und ich bin nicht nur nicht eingeladen, sondern nur Location und der Gastgeber, der die Zeche zahlt. Eigentlich sollte ich heute in Bad Salzuflen sein und die Erinnerungen von Gästen an ihre 70jährige Gastgeberin aufschreiben. Wie gerne wäre ich jetzt da. Ich tu´ so etwas so gerne. Aber es geht gerade nicht.  Seit letzter Woche steht eine mögliche Diagnose im Raum: Multiple Sklerose. Der Körper bekämpft sich selbst. Bei MS sind es die Nervenbahnen, die die volle Schlagkraft des Körpers zu spüren bekommen. Und ich BIN stark, war immer stolz darauf. Jetzt macht gerade diese Stärke mich schwach. Ich frage nicht nach dem Warum. Wohl aber: "Warum jetzt? Warum ausgerechnet jetzt, wo ich endlich auf dem Weg bin MEINEN Weg zu gehen, nicht den irgendwelcher anderen?!?"  Ich weiß, diese körpereigene Infanterie meint es gut und tut mit meinen Nerven nichts anderes als ich, wenn ich mir selbst nicht über den Weg traue, mir alles Schlechte zut...

"Warum ich Pastorin werden will, ...

... ist MIR (mittlerweile) so einleuchtend und gerade darum nicht so leicht gesagt. Es war ein Prozess mit Irrwegen und Sackgassen, der mich genau dorthin gebracht hat, wo ich heute stehe.   Früher wollte ich es gerade NICHT, wollte meinen Glauben nicht zum Beruf machen. Aber warum nicht?   Ich kannte lange nur Ehrenamtliche, die mich als Kind und Teenager in dem, was sie im Namen ihres Glaubens taten, überzeugten. Das klingt arrogant und das war es auch.   Religiös sozialisiert wurde ich in erster Linie in einem pfadfinderähnlichen CVJM. Evangelikal. Missionarisch. Eine erste Wendung erfuhr diese Einstellung, als ich von der ehrenamtlichen Kinderarbeit in den Jugendbereich wechselte und mich mit den (glaubens-) kritischen Fragen junger Menschen konfrontiert sah. Ich war selbst überrascht, wie geschickt ich mich darin zeigte, gerade solche Gespräche zu initiieren, zu führen und die offen gelegten Schwierigkeiten mit der Institution Kirche und scheinbar unumstößlichen Glau...

Bahnfahrt mit geschlossenen Augen

"Wem viel gegeben ist, von dem wird viel verlangt. Und wem viel anvertraut wurde, von dem wird umso mehr gefordert." Lk 12,48 Ich erlebe, dass Kinder sich ihre Freunde aufs Geratewohl wählen. Mir erscheint ihre Entscheidung, wen sie mögen und wen nicht, willkürlich - jeder inneren Logik entbehrend. Sie können nicht erklären, warum sie diese Tante lieber haben, als die andere, warum dieser Sohn der Nachbarn ein tauglicher Spielkamerad und jener nicht mal wert ist, begrüßt zu werden.  Ich merke, mir gefällt der Gedanke nicht, dass Freundschaften durch Zufall entstehen, dass nicht ich es bin, meine Person es ist, die mich zu einer Freundin macht, sondern die Umstände. Im Kindergarten: das gemeinsame Spiel, in der Schule: der blöde Lehrer, über den wir gemeinsam schimpfen, in der Uni: die Hausarbeit, durch die wir uns zusammen kämpfen.  Ich bin umgezogen - das Terrain: völlig fremd und neu. Wie die Menschen. Ich kann mich kaum erinnern, wie es früher für mich war, ...

Schatzfinder

oder Wie ich lernte, eine tiefe Furche auf der Stirn zu tragen Es gibt Dinge, die kommen einfach nie aus der Mode. Sachen, die seit ihrer Erfindung nicht einfach von dem einen gemocht und vom anderen auch noch gewollt werden, sondern die, seitdem sie zum ersten Mal Verwendung fanden, so wenig aus dem menschlichen Leben wegzudenken sind, als gehörten sie zum Menschsein dazu wie der Gang auf zwei Beinen und die Fähigkeit sich wohl zu artikulieren. Wobei das ein oder andere, das einmal solchen Status genoss, solchen bereits wieder verloren zu haben scheint. Aber eines, dem wird dieses Schicksal erspart bleiben. So wahr ich... Mit dieser Wahrheit wurde ich konfrontiert, als ich an einem Tag im Juli, der es nach Maßstäben eines mitteleuropäischen Post-Eiszeitalters nicht zur Bezeichnung eines Sommertages brachte,einen Schatz fand. Das war kein Glück. - Missverstehen Sie mich nicht! Es war auch kein Pech. Es war … nichts. Es war nur einfach. Ich hatte weder gesucht, noch gehofft....

es könnte alles so einfach sein

es könnte alles so einfach sein, wenn... ... ich immer sagte, was ich denke. ... ich in jedem augenblick wüsste, was ich will. ... nicht die angst vor der reaktion des anderen mein handeln wie mein seinlassen bestimmte. ... ich nur mein eigenes päckchen trüge. ... ich die regie über mein leben und die hauptrollen selbst übernähme.