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Heute vor 6.363 Tagen

Heute wurde ich in meine neue Tätigkeit eingeführt und eingsegnet. Und danach durfte ich den 71 neu zu bgrüßenden Konfirmandinnen und Konfirmanden etwas davon erzählen, was mir meine Konfirmation bedeutet. :) "Es ist genau 6.363 Tage her oder etwas gröber: etwas mehr als 17 Jahre! Da wartete ich im Jugendbereich unseres Gemeindezentrums in Löhne in Westfalen auf unseren Pastor. Ich war aufgeregt! Und zum Glück hatten meine Mutter und ich uns dann doch gegen die zweistündige Haarglättaktion entschieden. Sonst wäre dieser Tag wohl noch stressiger geworden und das Haareglätten sowieso binnen kürzester Zeit für die Katz! Ich wartete also mit zwölf anderen auf unseren Pastor, der mit uns ein letztes Mal gemeinsam in die Kirche einmarschieren wollte. Ein gemeinsam gesprochenes Gebet, seine Predigt über die schützende Funktion von Fahrradhelmen und unser öffentliches Glaubensbekenntnis, den Segen – daran erinnere ich mich gut. Aber warum bin ich eigentlich konfirmiert? - M...

Weil ich früher so ... , hab ich doch jetzt ... verdient!

Trennungen sind die größten Kränkungen, die Du erleben kannst. Ob ein Mensch nun wörtlich geht, sich mir und meinen Bedürfnissen emotional entzieht oder stirbt. Das macht - in Bezug auf mein Getroffensein - keinen Unterschied. Im Gespräch: Wie eine Ohrfeige für die Seele Und so sind unsere Gekränktheitsgefühle, die wir auch als Erwachsene erleben, nur Wiederholungen unserer frühesten Trennungserfahrungen und weisen auch mich darauf hin, dass ich heil werden kann, wenn ich mich an die ältesten dieser Erfahrungen herantraue und lerne, sogar für sie dankbar zu sein. Wie eine schlechte Soap hatte ich viele Jahre und selten auch jetzt noch das Gefühl, dass Menschen, die mir wichtig sind, sich mir immer wieder entziehen, sich verschanzen und (für mich) nicht erreichbar sind, weil ich irgendetwas falsch gemacht habe. Doch dies scheint schlicht EIN Deutungsschlüssel zu sein. Wie ein Dechiffrierungscode, der sich offenbar über drei Jahrzehnte schon oft als richtig erwiesen hat. Doc...

gönn dir ... nichts ;)

Was geschieht mit mir in Gottes Gegenwart?  In der Bibel gibt es Berichte von Menschen, die versucht haben, in Bildern zu beschreiben, wie es ist, Gott zu begegnen, zu merken, dass sie JETZT und HIER mit Gott am selben Orte sind, mit ihm dieselbe Luft atmen und so wie er den Geruch des Altares in sich aufsaugen.  Jesaja 6   Jesaja schreibt vom Thronsaal und Hofstaat Gottes im Tempel, von der Berührung seiner Lippen mit einer glühenden Kohle durch einen mächtigen Engel. Und Jesaja erlebt symbolisch schmerzhaft, was mit mir in Gottes Gegenwart geschieht: Sie entkleidet mich. Sie macht mich nackt - nicht nur bis auf die Haut, nicht nur bis in Mark und Bein, sondern bis hinein in den letzten Winkel meiner Seele. Sie deckt auf, was mich zusammenhält. Jesajas Lippen werden berührt und er schreit: "Wehe mir! Ich vergehe!" Jesaja war Prophet. Ein Redner. Ohne seine Lippen ist er nichts. Mit seinen Lippen dient er Gott. Und doch spürt er in diesem Moment: Nicht me...

Der lange Weg zur Freiheit - Long Walk to Freedom

Am Tag meines zwölften Geburtstages, am 10. Mai 1994 wurde Nelson Mandela Präsident von Südafrika. Invictus - Trailer (Deutsch) Als ich aus der Schule kam, habe ich ein Buch begonnen zu lesen und es bis heute nicht zu Ende gebracht: "Der lange Weg zur Freiheit" - Mandelas Autobiografie. Heute werde ich es wieder hervorholen. Allein schon um diesen Menschen zu ehren, der ein ganzes Land verwandelt hat, das bis in die Neunziger hinein als gesamtes Staatssystem Idealen anhing, die zwar bis heute nirgendwo als überwunden angesehen werden dürfen, aber die zumindest die Mehrheit als verabscheuungswürdig ansieht. Kein Mensch hat vor 40, 30, 20 Jahren glauben können, dass dieser Mann einmal alt und lebenssatt in Frieden sterben darf. Und so viele haben es sich und ihm anders gewünscht. Nun ist er alt und krank und ich bin dankbar, dass meine beiden Jahrhunderte auch die seinen waren.

Was bringt es mir krank zu sein?

  Wenn ich nicht mehr kann – ganz gleich was – oder auch nicht mehr will, ist „Tut mir Leid, ich bin krank!“ (gefühlt) die bessere Alternative zu „Tut mir Leid, ich mag (dich) nicht mehr (mehr)!“ Das bedeutet, wenn ich lerne „Tut mir Leid, ich mag nicht (mehr)!“ ohne schlechtes Gewissen zu sagen, muss mein Körper nicht mehr krank sein!

Geschenk meiner Tante

Zwischen den Zeilen des Lebens Nicht die Dinge, die kommen und eilen, die Lust und Leid deiner Seele teilen, sind deines Lebens wahrer Kern. Er ruht ungreifbar - sinnenfern - zwischen des Lebens Zeilen. Tausend Gefahren, die dich umlauert und die du nie gesehn, zwischen den Zeilen stehn. Verlornes, um das du nie getrauert, Freuden und Leiden, eng verbunden, die niemals den Weg zu dir gefunden. Was könnte sein - was wäre gewesen - steht zwischen den Zeilen des Lebens zu lesen. In die Zukunft, in ferne Weiten spinnen sich tausend Möglichkeiten. Alles ist sinnvoll, nichts war vergebens, alles ist ineinander gewebt. Das wahre Leben lebt zwischen den Zeilen des Lebens. Manfred Kyber Was für ein schönes Geburtstagsgeschenk! :)

Menschen verletzen

Die Menschen sind verletzt, wenn Du sie übersiehst. Und genauso verletzt zeigen sie sich, wenn Du es wagst, zu tief in ihr Leben zu blicken. Vielleicht ist es das gleiche Phänomen, wie wenn Du in der S-Bahn eine Mutter mit ihrem behinderten Kind siehst. Und Du selbst weißt nicht, was richtig ist: hinschauen, lächeln? - Oder gerade das nicht? Die Mutter wird vermutlich beim Einem wie beim Anderen sich durch Dein Verhalten verletzt fühlen. Dein Lächeln wird als Mitleid aufgefasst. Dein Nicht-Hinschauen als Ignoranz. Wie Du´s machst, Du kannst es nicht richig machen, wenn Dein Gegenüber nicht offen ist für die Möglichkeit, dass Freundlichkeit sich dahinter verbirgt. Und was ist die Konsequenz? - Schau lieber weg! Lächele nicht! Grüß keinen Fremden! Misch Dich nicht ein! Hilf dem hingefallenen Kind nicht auf! Oder willst Du etwa, dass man Dich für einen mitleidheischenden, naiven Misanthropen hält, der keine Privatsphäre kennt und auf kleine Kinder steht? - Es fällt mir schwer, das...